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Wie entsteht Staub? – Wollmäuse mikroskopisch betrachtet

Fakir StaubsaugerStaub ist lästig, aber völlig normal. Mit Ausnahme von speziellen Laboren in der Pharma- oder Medizinbranche, gibt es keinen staubfreien Ort. Die berühmten Wollmäuse setzen sich zum einen aus Substanzen von Menschen und Tieren zusammen und gelangen zum anderen von draußen in unsere Wohnungen und Häuser. Staub an sich ist nicht gefährlich und muss nicht einmal unbedingt entfernt werden. Lediglich Allergiker sollten darauf achten, regelmäßig zu saugen und zu wischen und auf entsprechende Staubfilter zurückzugreifen, damit Milben und Milbenkot nicht zu den unangenehmen Symptomen der Allergie führen. Erfahren Sie nun mehr über die Zusammensetzung und die Entstehung der Wollmäuse in Ihrer Wohnung.

Die Zusammensetzung von Staub

Wie entsteht Staub? – Wollmäuse mikroskopisch betrachtetIm Grunde verursacht unser Alltag jede Menge Staub. Insgesamt besteht Staub aus einer Menge unterschiedlicher Quellen, die von uns selbst verursacht werden oder die von außen in unsere Wohnung gelangen. Ganz verhindern kann man Staub mit Ausnahme der Nutzung von sterilen Labortechniken nicht.

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Staubpartikel, die wir selbst verursachen, sind:

  • Hautschuppen
  • Haare
  • Fusseln und andere Textilfasern
  • Essenskrümel

Staubpartikel, die von außen in unsere Wohnungen getragen werden, sind unter anderem:

  • Blütenstaub
  • Erde
  • Sandkörner
  • Partikel von Ruß oder Gummi (Abgase, etc.)
  • Asche

Die Milben und der Milbenkot, auf den einige Menschen allergisch reagieren, sind genau genommen keine Staubpartikel, sondern siedeln sich im Staub an, da sie sich von Stoffen wie Hautschuppen oder Essenskrümeln ernähren. Gleiches gilt für Schimmelpilze und deren Sporen, die ebenfalls einen natürlichen Bestandteil der Luft darstellen, aber nicht bei jedem zu einer allergischen Reaktion führen. Viren und Bakterien befinden sich nur zu sehr geringen Anteilen im Staub, da die Bedingungen für die Ansiedelung und Vermehrung deutlich zu trocken sind.

Interessant: Bei Kriminalfällen wie Einbrüchen oder ungeklärten Todesfällen wird häufig auch der Staub untersucht. Die Zusammensetzung kann wichtige Hinweise liefern, beispielsweise ob ein Haustier in der Wohnung lebte oder aus welcher Art von Fasern die Textilien stammen.

Luftströmungen als Verursacher der Wollmäuse

Jeder, der sein Bett ausschüttelt, sieht die kleinen Flocken, die durch die Luft wirbeln. Physikalisch betrachtet, steigt warme Luft immer nach oben. Über einem Heizkörper lassen sich die Flocken beim Aufsteigen deshalb ebenfalls gut beobachten. Am Fenster oder an der Türe kühlt sich dieselbe Luft wieder ab, um dann wieder auf den Boden zu fallen. Dieser Prozess wiederholt sich immer wieder und wird als Luftwalze bezeichnet. Mit jedem Auf- und Abstieg der Luft werden Staubpartikel eingesammelt. Da sich Staubpartikel anziehen, entstehen durch die Luftwalze immer größere Flocken, die irgendwann zu schwer sind und zu Boden fallen. Unter Betten und anderen Möbeln ist der Luftzug recht flach und wiederholt sich häufiger als im freien Raum, weshalb sich dort besonders viele und größere Wollmäuse anhäufen.

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Giftstoffe im Hausstaub als Ergebnis der modernen Lebensführung

Mittlerweile enthält der Hausstaub in den westlichen Industriestaaten leider nicht nur die üblichen biologischen Organismen, sondern ebenso den ein oder anderen Giftstoff, der in höheren Konzentrationen gesundheitsschädlich sein kann. Auf einige der häufigsten soll in der nachstehenden Tabelle ein wenig näher eingegangen werden:

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Giftstoff Erläuterung
Weichmacher Weichmacher sind in erster Linie in Kunststoff enthalten und sorgen für die Geschmeidigkeit und Elastizität von Kabeln, Folien, etc. Andererseits stehen diese Stoffe im Verdacht, auf den Hormonhaushalt einwirken zu können und das Krebsrisiko zu erhöhen.
Flammschutzmittel Flammschutzmittel finden sich vor allem in Textilien oder Möbeln. Sie werden eingesetzt, um einen Brand zu verhindern oder zu verlangsamen. Diese Stoffe stehen ebenfalls im Verdacht, das Hormonsystem zu beeinflussen.
Perfluorierte Kohlenwasserstoffe Perfluorierte Kohlenwasserstoffe finden sich in erster Linie in Antihaft-Beschichtungen und Sportbekleidung. Man vermutet, dass diese Stoffe sowohl auf das Hormon-, als auch auf das Immunsystem einwirken können.

Tipp: Ganz vermeiden können, wird man die Giftstoffe im Haushalt nicht. Hilfreich sind vor allem das Vermeiden oder der gänzliche Verzicht auf Produkte, die die entsprechenden Weichmacher oder ähnliche Stoffe enthalten, mehrmalig am Tag die Hände zu waschen sowie ein regelmäßiges Entfernen des Staubs.

Staubsaugen oder Staub fegen?

Viele Menschen greifen ausschließlich für Teppiche und Polster auf Staubsauger zurück und verwenden für die glatten Böden einen herkömmlichen Besen und einen herkömmlichen Wischer. Nachteil eines Besens ist jedoch, dass nur ein Teil des Staubs gefegt und ein anderer Teil erneut aufgewirbelt wird. Ein Staubsauger hingegen saugt die Partikel auch auf glatten Böden ein und die Partikel sind vollständig entfernt.

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Vor- und Nachteile eines Staubsaugers

Im Allgemeinen sind die Vorteile eines Staubsaugers bei der Entfernung von Staub gegenüber dem Fegen:

  • kein Aufwirbeln des Staubs
  • weniger Zeitaufwand
  • kein Verkratzen der Böden durch harte Borsten

Nachteile hingegen sind:

  • manche Modelle sind teurer in der Anschaffung
  • je nach Gerät kann das Putzen etwas laut werden

Hinweis: Wer den Staub gründlich entfernen möchte, der saugt am besten zuerst durch und wischt den Boden danach. Beim Saugen werden Wollmäuse und größere Flocken entfernt und beim Durchwischen gelangen die kleineren Partikel ins Putzwasser.

Bildnachweise: rdnzl / Fotolia.com, Amazon/ Fakir

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